„HEIC LAETITIA INVITAT POST BALNEA SANUM – Frohsinn empfange Dich hier, entsteigst Du gesundet dem Bade.“ Dies ist die Inschrift an dem von Baumeister Severin entworfenen Kurhaus, und sie wurde zum Leitspruch für das Leben in Heiligendamm. Im Jahre 1793 machte Doberan nach langer Stille endlich wieder von sich reden. Der Herzog von Mecklenburg, der bis dahin seine Sommer bereits in Doberan verbrachte, ließ auf Anregung seines Leibarztes Professor Samuel Gottlieb Vogel am Heiligen Damm das erste deutsche Seebad errichten. Es entstand das einzigartige architektonische Ensemble von Logier-, Bade- und Gesellschaftshäusern. Heiligendamm – die weiße Stadt am Meer – sucht entlang der Ostseeküste wirklich ihresgleichen.
Jahrzehntelang waren die klassizistischen Immobilien der Seeluft und dem Verfall preisgegeben. Seit Mitte der 1990er Jahre ist viel Geld investiert worden, um der einmaligen Architektur direkt am Meer wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Einige historische Gebäude befinden sich dennoch weiterhin im Dornröschenschlaf.
Mit der Eröffnung des 5-Sterne-Ressorts „Kempinski Grand Hotel Heiligendamm“ bietet das erste deutsche Seebad wieder Urlaubsreisen und Wellness am Strand in der Luxusklasse. In der „Median Klinik“ haben sich die Behandlungen bei Atemwegs-, Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen deutschlandweit einen Namen gemacht. Per „Molli“ ist Heiligendamm mit Kühlungsborn verbunden, und Nienhagen, Warnemünde und Rostock sind nicht weit entfernt.
Eine bunte Schar bekannter Persönlichkeiten wusste bereits die Annehmlichkeiten und die Exklusivität des Ortes zu schätzen, unter anderem die russische Zarenfamilie, Otto von Bismarck, Wilhelm von Humboldt, Rainer Maria Rilke, Theodor Fontane. Insofern entspricht es der Tradition Heiligendamms, wenn 2007 die Staatschefs der G8-Staaten dort zusammentrafen.