Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist mit 80.500 Hektar Fläche die größte noch naturbelassene Landschaft Europas. Der Nationalpark beherbergt eine ganz besondere Flora und Fauna. Darunter befinden sich auch einige seltene Arten wie der Strand-Wundklee, die Stranddistel, Kegelrobbe oder Fischotter. Mit etwas Glück und Geduld machen Sie die ein oder andere selten gewordene Pflanzen- und Tierart ausfindig. Der Nationalpark umfasst auf seinem Gebiet, das vom Ostdarß über Hiddensee bis an die Westküste der Insel Rügen reicht, eine unberührte Wasser- und Küstenlandschaft, die es in Deutschland kaum ein zweites Mal gibt. Völlig ungestört von menschlichen Eingriffen wie Küstenschutz und Uferbefestigungen kann die Ostsee ihre Naturkräfte frei entfalten. Sand wird fortgespült und an anderer Stelle neu aufgeschichtet. So unterliegt vor allem der Darßer Weststrand einem ständigen Wandel.
Die Sperrung einiger Bereiche für den Autoverkehr ist dabei unumgänglich, da die Erhaltung der großen Vogelrastplätze ohne die absolute Ruhe für Tiere und Pflanzen unmöglich wäre. Alljährlich im Herbst ist der Nationalpark die Bühne für ein ganz besonderes Naturschauspiel, das viele Tierfreunde an den Bodden lockt. Im Oktober rasten Tausende Zugvögel auf ihrem Weg ins Winterquartier im Nationalpark. Begehrte Objekte fürs Fernglas sind dabei die Kraniche und Reiher, die sich zu Hunderten auf den Salzwiesen der Boddenlandschaft versammeln. In den öffentlich zugänglichen Gebieten können Sie das Schauspiel ganz beruhigt ansehen. Solange Sie Rücksicht auf die Natur nehmen, lassen sich die Tiere kaum von Schaulustigen beeindrucken.
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