Die Geschichte der Kunsthalle Kühlungsborn

1990 begann die jüngere Geschichte der Kühlungsborner Kunsthalle direkt am Ostseestrand. Sie dürfte einer der ganz wenigen Ausstellungsorte mit Meerblick sein. Vom Künstlerbund Mecklenburg-Vorpommern kam die Idee einer ersten Ausstellung mit Sommerfest, und beides wurde gemeinsam mit Franz N. Kröger umgesetzt. Der heutige Kunsthallenchef war damals noch Intendant des Theaters in Wismar und übernahm dann auf eine Initiative Alfred Gomolkas, des damaligen Ministerpräsidenten, die Leitung der neue Kühlungsborner Kunsthalle. Für Betreibung und Sanierung wurde auch der Kunstverein gegründet, der den Betrieb 1991 offiziell übernahm. Die Sanierung erfolgte nach Plänen des Architekten Giesecke. Historisch entstand der hölzerne Bau um 1907/ 08 als Luxuslesehalle im Jugendstil, innen versehen mit schweren, dunklen Eichenholzmöbeln. Bis 1917 war dieser Mußeort übrigens nur Männern vorbehalten, die hier Pfeife rauchten und die Weltpresse lasen. Solche internationalen Zeitungen wurden eigens mit Doppeldeckern eingeflogen. 100 m hinter der Kunsthalle endete damals auch der Ort. Später sind Nutzungen als „Milchtrinkhalle“ und „Ostseewasserkur-Trinkhalle“ überliefert, in den Goldenen 20ern auch schon als Ausstellungsort. Ab 1960 ist das Gebäude teilweise von der Kunsthalle Rostock mit genutzt worden und für Sommertheater-Veranstaltungen des Volkstheaters Rostock.

Highlights 2010

- 24.04.-30.05. 2010: Feliks Büttner – Zeichnungen, Malerei, Objekte. Die Werkausstellung zum 70. Geburtstag
- 17.07.-05.06. 2010: Sonderausstellung – Originalgrafiken der Klassischen Moderne & der Russischen Avantgarde,
Picassos erotische Zeichnungen
- 11.09.-24.10. 2010: Inge und Jo Jastram – Grafik & Skulpturen
- 21.07.-23.07.2010: Jazz-Meeting Kühlungsborn
- 20.08.-28.08.2010: 19. Internationales Gitarrenfestival
- 14.10.-16.10. 2010 Kabarett-Tage Kühlungsborn
- 21.10.-23.10. 2010: Kammermusik-Tage

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