Das Ozeaneum Stralsund ist europäisches Museum des Jahres 2010!

In der vergangenen Woche wurde das Ozeaneum Stralsund im Rahmen eines feierlichen Gala-Dinners zu Europas Museum des Jahres gekürt. Der “European Museum of the Year Award” gilt als Museums-Oscar. Überglücklich nahm Museumsdirektor Dr. Harald Benke die Auszeichnung in Form der Skulptur “The Egg” des Bildhauers Henry Moore vom letztjährigen Preisträger, dem Salzburg Museum, entgegen. Benke bedankte sich bei der Jury und zollte allen anderen Kandidaten großen Respekt.

Zu den bisherigen Gewinnern des seit 1977 jährlich vergebenen Preises zählen u.a. das Guggenheim Museum in Bilbao, das Dänische Nationalmuseum in Kopenhagen und das Victoria and Albert Museum in London. Letzter deutscher Preisträger war 2007 das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven. Der Direktor des Deutschen Meeresmuseums präsentierte der Jury und den Mitgliedern des Forums die Besonderheiten des Ozeaneums, von denen sich einige Jurymitglieder bereits bei ihrem Besuch Ende 2009 in Stralsund begeistert zeigten. Mit drei Reagenzgläsern gefüllt mit Meersalz und drei unterschiedlich großen Miesmuscheln erläuterte Benke den 160 Museumsfachleuten aus 22 Ländern, welchen Einfluss die unterschiedlichen Salzkonzentrationen in der Ostsee auf die Größe der Meerestiere haben.

Das Ozeaneum überzeugte insgesamt mit seinen modernen Ausstellungen, in denen zentral angeordnete Objekte und multimediale Angebote die komplexen, wissenschaftlichen Inhalte so anschaulich vermitteln, dass ein großes Publikum für das Thema begeistert wird. Einzigartig ist die Kombination der Ausstellungen mit den teils riesigen Aquarien mit Tausenden lebenden Tieren, auf der die Besucher eine europaweit einzigartige Unterwasserreise durch die nördlichen Meere unternehmen. Mit einer Million Besuchern in den ersten zwölf Monaten nach Eröffnung erzielte das OZEANEUM ein Ergebnis, dass europaweit für Aufsehen sorgte. Dank der Zusammenarbeit mit Greenpeace sowie Forschungsinstituten aus dem Konsortium Deutsche Meeresforschung fließen neueste Erkenntnisse in aktuelle Ausstellungen ein.

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