Dorf Mecklenburg, das Machtzentrum von Mecklenburg-Vorpommern
Auf den ersten Blick gibt das eher unscheinbare Dorf Mecklenburg nahe Wismar seine bedeutsame Vergangenheit nicht Preis. Dabei war der Ort vor ziemlich genau 1000 Jahren Wiege und Machtzentrum des Landes. Die slawischen Fürsten regierten auf der Mikelenburg (die Schreibweise kann durchaus variieren), von der heute nur noch ein zehn Meter hoher Ringwall übrig ist und die dem ganzen Land seinen Namen gab. Im Museum erfährt man mehr über die Geschichte des Dorfes, etwa, dass die Burg im 13. Jahrhundert abgerissen und wieder aufgebaut wurde. 1322 erfolgte die endgültige Schleifung des Wehrbaus, aus dessen Vorburgsiedlungen das heutige Dorf hervorging.
Ein Besuch lohnt sich allemal. Vor allem das bekannte Agrarmuseum erwartet interessierte Gäste. In dem 1975 gegründeten Museum erhalten Besucher Einblicke in das karge und mühsame Leben der Landbevölkerung, von der Aufhebung der Leibeigenschaft in Mecklenburg Anfang des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Neben originalen Alltagsgegenständen ergänzt eine umfangreiche Sammlung landtechnischer Geräte im Innenbereich und auf der Freifläche die Ausstellung. Etwa ein alter Traktor “MC Cormick”, Baujahr 1927 ist dort zu bewundern oder die Gras- und Kleemaschine nach Mecklenburgs erstem Maschinenbauer Dr. Ernst Alban von 1880. Einen Abstecher lohnen außerdem die weithin sichtbare Windmühle – heute ein Restaurant – und die einmalige Kirche.
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