Das Schloss in Barth geht auf eine Burg zurück, die seit der Stadtgründung im 13. Jahrhundert an jener Stelle existierte. Im Laufe der Zeit wurde die Anlage mehrmals um- und ausgebaut. Um 1570 gestaltete Herzog Bogislaw XIII. die Burg im Stile der Renaissance neu, womit sie endgültig den Charakter einer Wehranlage verlor. Nach seinem Fortgang wurde das Schloss vernachlässigt, in den verschiedenen Kriegen beschädigt und nur notdürftig ausgebessert. 1710/ 1711 diente es das letzte Mal einer Hofhaltung.
Nach 1722 schenkte der schwedische König – Barth war seit 1648 in schwedischem Besitz – die Ruine des Schlosses der schwedisch-vorpommerschen Ritterschaft. Anstelle des fürstlichen Schlosses entstand 1733 bis 1741 der barocke Gebäudekomplex des Adligen Fräuleinstiftes. Damit wurde es zum Domizil für unverheiratete Frauen der Ritterschaft. Die Barockanlage mit dem interessant gestalteten Eingangstor ist die einzige schwedische Stiftung auf deutschem Boden. Noch heute zieren eine schwedische Inschrift und das schwedische Königswappen den Torbogen. Das barocke Gebäudeensemble ist von Grund auf renoviert worden und beherbergt nun altengerechte Wohnungen.