Am anderen Ende Mecklenburg-Vorpommerns: die Residenzstadt Neustrelitz
Neustrelitz ist eine der wenigen Städte in ganz Europa, in denen man am Marktplatz einen achtstrahligen Straßenstern findet. Das macht die ehemalige Residenzstadt der mecklenburgischen Herzöge einladend, weltgewandt und etwas größer. Gleichzeitig sind es das kleinstädtische Treiben, eine gelassene Betriebsamkeit und der kleine Theatervorplatz vor dem schönen Theaterbau mit großem Ruf, die viele Besucher nach Neustrelitz ziehen.
1733 als spätbarocke Planstadt errichtet, wurde das Stadtbild im 19. Jh. vor allem durch den Schinkelschüler Friedrich Wilhelm Buttel geprägt, der Kirchen, Repräsentanzbauten und Wirtschaftsgebäude schuf. Nach Plänen Buttels wurde 1840-42 ebenfalls der Kammerkanal erbaut, die schiffbare Verbindung bis nach Berlin und Hamburg. Die Seen um die Stadt waren insbesondere in den zwanziger Jahren des vergangenen Jh. „Badewannen“ der Berliner. Unschlagbare Panoramablicke bietet der im toskanischen Stil erbaute Turm der Stadtkirche. Das Residenzschloss selbst wurde leider Ende des 2. Weltkrieges zerstört. Zum erhalten gebliebenen Schlossgartenensemble gehören so wertvolle Bauten wie die neugotische Schlosskirche, die klassizistische Orangerie, der Marstall, Hebetempel und Gedächtnishalle für Königin Luise von Preußen. Die „Schlossgartenfestspiele“ machen jedes Jahr diesen Platz zu einem kulturell-gesellschaftlichen Treffpunkt.
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