Mecklenburgische Küche
Auf den Speisekarten vieler Gaststätten finden Sie zunehmend traditionelle Gerichte aus Mecklenburg. Probieren Sie einfach!
Noch heute ist der Fleisch-Gemüse-Eintopf, das so genannte „mangkakt Äten”, ein Traditionsgericht. Die Gemüseeinlage sind Rüben, Mohrrüben, Weißkohl, Erbsen, Bohnen oder sogar Backobst. Diesen Eintopf würzt im Winter ein Stück Pökelfleisch und im Sommer besteht die Fleischzugabe aus Bauchfleisch, Schweinskopf oder Speck, zuweilen auch aus Schinkenknochen.
Das Lieblingsessen der Mecklenburger ist Grünkohl mit Lungenwurst und Schweinebacke. Dazu werden Bratkartoffeln, auch leicht gesüßte, gereicht. Die kalte Schweinebacke ist, wenn gepfeffert und mit Zucker bestreut, eine Delikatesse.
„Himmel und Erde“ sind ein sehr bekömmliches Mittagessen aus Äpfeln und Kartoffeln. Es wird mit ausgelassenem Speck oder mit einer Scheibe Leberwurst serviert. Großmutters „Bottermelkstüffel“ oder „Suppgetüffels“ mit Fleisch oder Kochwurst gehörten einst zum Speiseplan der Woche.
Der Freitag ist auch heute noch in Mecklenburg ein traditioneller Fischtag. Am häufigsten wird Brathering mit süßsaurer Soße und mit Salzkartoffeln gegessen. Eingelegten Brathering oder saure Heringe isst man mit Stampfkartoffeln.
Zu den besonderen Gerichten im Frühjahr zählt gebratene Maischolle mit Rhabarberkompott. Im Hochsommer wird als Nachspeise Rote Grütze mit Milch verzehrt und im Herbst gehören Pfannkuchen mit Mus von den frischen Falläpfeln auf den Speiseplan.
Ein sonntägliches Mittagessen besteht aus Schweinebraten mit „langer“ Soße. Als Gemüsebeilage gehören Zuckergurken oder Essigbohnen dazu. Der Nachtisch ist süßer Grießbrei mit Obstkompott.
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