Der über 170 Hektar große Kühlungsborner Stadtwald wurde ungefähr ein Jahr nach der Gründung – dem 1. April 1938 – Kühlungsborn als Eigentum übergeben. Viele sehr gepflegte Wiesen und Pfade machen es dem Besucher leicht, dieses herrliche Stück Natur kennen zu lernen.
Etwas eigentümlich muten die Namen der einzelnen Wege schon an: Spaziergänger entdecken unter anderem
solche Bezeichnungen wie Schulzentrift (Treiberstraße für Vieh), Hirsch-Schneese (durch den Baumbestand geschlagenen Schneise) oder Helenensteig/ Niemannsteig (Steig als Weg, der nicht befahren werden durfte). Interessant ist der Name Hirsch-Schneese, weil über das Vorkommen von Hirschen im Stadtwald jeglicher Nachweis fehlt. Als spielende Kinder hingegen Anfang der 50er Jahre im Bereich des Blocksberges (zentral im Stadtwald) Tonscherben und ein tönernes Gefäß fanden, wurden schon nach kurzer Zeit Bodendenkmalpfleger aktiv. Im Jahr 1958 begannen umfangreiche Grabungen, und hierbei stellte sich heraus, dass es sich um eine bronzezeitliche Grabanlage handelte. Eine weitere, sehr prominente Sehenswürdigkeit: der bereits 1908 geweihte Findling mit der Inschrift „Bismarck. Die Errichtung des Steines war ein Dank einiger Brunshauptener Bürger an den Eisernen Kanzler.
Heutzutage wir der Stadtwald auch sportiv genutzt. So gibt es hier die Kühlungsborner Tennisplätze und auch den Kletterwald Kühlungsborn.